Zugspitze Bergtour – über das Rheintal zur Knorrhütte

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Zugspitze – Deutschlands höchster Gipfel

Eine der beeindruckendsten Bergtouren der Alpen: groß, fordernd und unvergesslich. Hier findest du die wichtigsten Infos zur Route, Schwierigkeit, Dauer und meinem Video zur Tour.

Details

Region: Wetterstein

Gipfel: Zugspitze

Schwierigkeit: schwer

Gehzeit: 10:30 Std

Distanz: 22 km

Höhenunterschied: 2232 Hm

Höchster Punkt 2964 m

Tiefster Punkt 730

Übernachtung: Knorrhütte 2052 m

Ausgangspunkt: Skistadion Partenkirchen

Schwierigkeit: anspruchsvoll
Voraussetzungen: sehr gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
Beste Jahreszeit: Juli-September

Besonderheit: Deutschlands höchster Berg

Die Zugspitze in 100 Sekunden

Die Tour im Schnelldurchlauf: Eindrücke, Schlüsselstellen und Stimmung am Berg kompakt im Video.

Lohnt sich die Zugspitze als Bergtour?

Die Zugspitze ist kein normaler Ausflugsgipfel, sondern eine große alpine Tour mit echtem Hochgebirgscharakter. Wer gut vorbereitet ist, bekommt eine landschaftlich und emotional außergewöhnliche Bergtour. Wer die Anforderungen unterschätzt, kann hier aber schnell an seine Grenzen kommen.

Wie schwer ist die Zugspitze wirklich?

Die Tour auf die Zugspitze verlangt deutlich mehr als eine klassische Wanderung. Je nach Route sind Ausdauer, alpine Erfahrung, Trittsicherheit und ein sicherer Umgang mit ausgesetztem Gelände entscheidend. Besonders bei Nässe, Altschnee oder schlechter Sicht steigt der Anspruch deutlich an. 

Meine Einschätzung:

Diese Tour eignet sich nicht für Einsteiger ohne Bergerfahrung.

Tourenbeschreibung

Start am Olympiaskistadion und Zustieg durchs Reintal

Die Tour auf die Zugspitze über das Reintal beginnt am Olympiaskistadion in Garmisch-Partenkirchen. Zu Beginn führt der Weg durch die eindrucksvolle Partnachklamm, bevor es auf guten Wegen weiter ins lange Reintal hineingeht. Der erste Abschnitt ist technisch noch unschwierig, zieht sich aber bereits deutlich und sollte nicht unterschätzt werden. Über Waldwege, entlang der Partnach und durch breite Talpassagen gewinnt man nach und nach an Höhe, bis über Bockhütte und Reintalangerhütte schließlich der Aufstieg zur Knorrhütte beginnt.

Langer Anstieg zur Knorrhütte

Im mittleren Abschnitt zeigt die Route ihren eigentlichen Charakter: weniger technisch schwierig, aber lang und konditionell fordernd. Das Reintal zieht sich über viele Kilometer, und gerade diese Länge macht die Tour anspruchsvoll. Spätestens ab der Reintalangerhütte wird das Gelände alpiner und der Anstieg Richtung Knorrhütte deutlich anstrengender. Besonders der letzte Teil hinauf zur Hütte verlangt noch einmal Ausdauer, da es stellenweise steiler durch blockiges und felsiges Gelände bergauf geht.

Schlüsselstellen auf dem Weg zur Zugspitze

Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem in den steileren und gerölligen Passagen gefragt. Der lange Zustieg fordert eine gute Kräfteeinteilung, denn die eigentlichen alpinen Schwierigkeiten kommen erst im oberen Bereich. Auf dem Weg über das Zugspitzplatt und spätestens im Schlussanstieg wird das Gelände rauer, windanfälliger und stellenweise deutlich steiler. Der seilversicherte Steig im oberen Abschnitt verlangt Trittsicherheit, Konzentration und bei ungünstigen Bedingungen eine besonders vorsichtige Einschätzung.

Schlussanstieg über Zugspitzplatt und Gipfelsteig

Von der Knorrhütte führt die Route zunächst über das Zugspitzplatt in Richtung Sonnalpin. Dort beginnt der Schlussanstieg zum Gipfel. Gerade dieser letzte Abschnitt hat es noch einmal in sich: Zunächst geht es über ein steiles Geröllfeld bergauf, ehe der seilversicherte Steig entlang der deutsch-österreichischen Grenze erreicht wird. Im Gipfelbereich wird das Gelände zunehmend hochalpin und aussichtsreich. Mit den Gipfelaufbauten, dem Münchner Haus und den Bergstationen ist das Ziel schließlich erreicht – samt eindrucksvoller Fernsicht über weite Teile der Alpen.

Abstieg mit der Zahnradbahn oder über das Reintal

Für den Abstieg bietet sich je nach Planung entweder der Rückweg über dieselbe Route oder eine bequemere Variante mit der Bahn an. In unserem Fall erfolgte der Rückweg mit der Zahnradbahn über Grainau zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Gerade nach einer langen und fordernden Gipfeltour ist das eine angenehme und sinnvolle Alternative, da der komplette Abstieg über das Reintal noch einmal viel Zeit und Kraft kosten würde.

Wichtige Hinweise zur Tour

Die Zugspitze über das Reintal ist vor allem konditionell sehr fordernd und sollte trotz der vergleichsweise moderaten technischen Anforderungen nicht unterschätzt werden. Wetter, Restschnee und der lange Gesamtcharakter der Tour können die Anforderungen deutlich erhöhen.

Die Zugspitze sollte nur bei stabilen Bedingungen und guter Vorbereitung angegangen werden. Wetterumschwünge, Restschnee, vereiste Passagen oder Erschöpfung können die Tour deutlich anspruchsvoller machen. Eine ehrliche Selbsteinschätzung ist hier wichtiger als Gipfelambition.

Mein Eindruck von der Tour

Die Zugspitze ist einer dieser Berge, die man nicht einfach nur besteigt, sondern erlebt. Schon der Gedanke, auf Deutschlands höchsten Gipfel zu gehen, macht die Tour besonders. Oben angekommen bleibt vor allem dieses Gefühl: großartige Aussicht, Respekt vor dem Berg und die Gewissheit, einen echten Klassiker erlebt zu haben.

Du suchst noch mehr große Klassiker? Dann schau dir auch meine Touren zum Säuling, Tegelberg oder Aggenstein an.

Bilder


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